Media Office
Das zentrale Medienbüro
| H. 29 Sha'aban 1447 | No: 1447AH/050 |
| M. Dienstag, 17 Februar 2026 |
Bekanntgabe des Ergebnisses der Neumondsichtung für den Monat Ramaḍān des Jahres 1447 n. H.
Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des Barmherzigen. Segen und Friede seien auf dem Gesandten Allahs sowie auf seiner Familie, seinen Gefährten und jenen, die ihn unterstützen.
Al-Buḫārī überlieferte in seinem Ṣaḥīḥ über Muḥammad ibn Ziyād, der sagte: Ich hörte Abū Huraira (r) sagen: Der Prophet (s) sagte – oder er sagte: Abū al-Qāsim (s) sagte:
«صُومُوا لِرُؤْيَتِهِ وَأَفْطِرُوا لِرُؤْيَتِهِ، فَإِنْ غُبِّيَ عَلَيْكُمْ فَأَكْمِلُوا عِدَّةَ شَعْبَانَ ثَلَاثِينَ»
„Fastet bei seiner Sichtung und brecht das Fasten bei seiner Sichtung; und falls er euch verborgen bleibt, so vollendet die Zahl des Monats Šaʿbān auf dreißig Tage.“
Dementsprechend wurde am Dienstagabend, dem 17.02.2026 n. Chr. nach dem Neumond des gesegneten Monats Ramaḍān Ausschau gehalten. Und in der Tat konnte der Neumond in einigen muslimischen Ländern gemäß der dafür vorgesehenen islamrechtlichen Methode gesichtet werden. Demzufolge ist Mittwoch, der 18.02.2026, der erste Tag des gesegneten Monats Ramaḍān 1447 n. H. und folglich der erste Fastentag gewesen.
Aus diesem Anlass übermittle ich, der Leiter des Zentralen Medienbüros von Hizb-ut-Tahrir, meine Glückwünsche sowie die Glückwünsche all jener, die für das Zentrale Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir tätig sind, an den amīr von Hizb-ut-Tahrir, den ehrenwerten Gelehrten ʿAṭāʾ bin Ḫalīl Abū ar-Rašta. Wir bitten Allah den Allmächtigen, ihm den materiellen Beistand (nuṣra) zu gewähren und uns durch seine Hand den Sieg und die Festigung zu schenken, damit wir ihm – lieber früher als später – den Treueeid (baiʿa) als Kalifen der Muslime leisten können.
Ebenso bitten wir, von Hizb-ut-Tahrir, ihr amīr und ihre Schabab überall auf der Welt den Allmächtigen mit einem aufrichtigen Bittgebet darum, dass er den Monat Ramaḍān in diesem Jahr zu einem Monat der Güte, des Segens und der Barmherzigkeit für uns machen möge. Möge dieser edle Monat nicht enden, ehe Allah (t) der islamischen Umma den Sieg und die Festigung verliehen hat. Wir bitten den Erhabenen auch, Ruhe auf jene herabzusenden, die schutzlos im Freien schlafen müssen, beraubt von Wärme und Nahrung. Möge Er (t) Vergeltung an jenen üben, die sie verraten und in diese Situation gebracht haben. Wahrlich, Allah ist der Erhörer aller Bittgebete.
Der Ramaḍān erreicht uns in diesem Jahr, während die Umma wieder einmal an einem Scheideweg steht. Einerseits windet sie sich unter der Glut kolonialer Bedingungen und den Dornen des Verrats durch die Herrscher; andererseits haben die neu entstehenden globalen Bedingungen, insbesondere die Konflikte des ungläubigen kolonialistischen Westens, neue Gelegenheiten geschaffen, die – wenn sie ergriffen werden – die islamische Umma in Rekordzeit aufsteigen lassen könnten.
Das politische, sicherheitstechnische und wirtschaftliche System des Westens wurde angesichts eskalierender Krisen erneut mehrfach entlarvt. Die Entführung des Präsidenten von Venezuela, die unaufhörlichen Verbrechen des Zionistengebildes in den Ländern der Muslime, die Arroganz der USA und die Entlarvung internationaler Organisationen als bloße Werkzeuge des Kolonialismus – die, sobald ihr Nutzen abgelaufen ist, mitsamt ihren falschen Prinzipien im Handumdrehen fallen gelassen werden –, all diese Entwicklungen öffnen der islamischen Umma weitere Türen, um sich aus dem Gefängnis von Sykes-Picot zu befreien, das ihr der ungläubige Kolonialist auferlegt hat.
Wovor sich die Umma jedoch heute hüten muss, ist eine neue Kampagne der Täuschung und Desinformation. Im Gegensatz zu all den oberflächlichen Einschätzungen, welche die Bildschirme der offiziellen Medien füllen, ist die militärische Bedrohung nicht mehr die größte Gefahr für die islamische Umma. Afghanistan, der Irak, Syrien und Gaza bezeugen, dass die islamische Umma widerstandsfähig ist und nicht durch einen entscheidenden Schlag getroffen werden kann, selbst wenn Kriege gegen sie in die Länge gezogen werden. Vielmehr ist die größte Gefahr für die islamische Umma heute ein Korsett aus Lügen, das die verräterischen Herrscher in unseren Ländern der Öffentlichkeit und allen voran den Denkern und Meinungsmachern aufzuzwingen versuchen.
Die verräterischen Herrscher und die sie umgebenden ruwaibiḍa versuchen – unterstützt von gekauften Propagandisten und anderen Verzweifelten –, Gedanken der Niederlage und der Kapitulation zu verbreiten. Mittels einer Philosophie der Unterwerfung rechtfertigen sie das untertänige Verhalten dieser Verräter gegenüber dem ungläubigen kolonialistischen Westen und tarnen dies als Weisheit oder strategisches Manöver. Damit stellt die militärische Bedrohung längst nicht mehr die primäre Gefahr für die islamische Umma dar. Die eigentliche Bedrohung liegt vielmehr darin, dass die Umma dem verlogenen Narrativ Glauben schenkt, sie sei schwach und unfähig und die Zeit sei noch nicht reif, um den Staub des Kolonialismus endgültig von ihren Wurzeln abzuschütteln.
In Wahrheit sind die Muslime stark, sobald sie sich hinter einer einzigen, aufrichtigen und bewussten Führung versammeln. Sie verfügen über ausreichend Entschlossenheit und Bereitschaft, um ihrem Feind jene Realität aufzuzwingen, die sie selbst anstreben – und zwar schneller, als dieser darauf jemals reagieren könnte. Dies hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer dann gezeigt, wenn die Umma ihren Feind überraschte und aus eigenem Antrieb auf ihrem Boden aktiv wurde. Hätte sie in jenen Momenten über eine Struktur verfügt, die ihre Kapazitäten bündelt und ihre Kräfte gezielt ausrichtet, hätte sie die Früchte ihres Handelns produktiv ernten können.
Bei Aufzählung all dieser Tatsachen wird die Rolle des Kalifats für die Muslime überaus deutlich. Das Kalifat ist das einzige politische System, das in der Lage ist, das Potenzial der islamischen Umma zu organisieren und vollends auszuschöpfen. Als die Muslime noch über einen Kalifatsstaat verfügten, hatte ihre schiere Zahl ein Gewicht; sie waren eine Macht, mit der man rechnen musste. Ihre zivilisatorische Einzigartigkeit und ihre Errungenschaften hatten globale Auswirkungen, die bis heute nachwirken. Über die gesamte muslimische Geschichte hinweg stand der Staat des Kalifats mit seinem Kalifen und seinen gewaltigen Armeen stets bereit, jedem den Kopf abzuschlagen, dem der Satan zuflüsterte, die Muslime seien eine leichte Beute für ihr Begehren. In der Tat wurden jene Lüsternen durch das Kalifat teils vollständig ausgelöscht, sodass von ihnen nur noch eine blasse Erinnerung blieb.
Was jedoch die dummdreisten Machthaber betrifft, die auf den Thronen kümmerlicher Sykes-Picot-Gebilde dahinvegetieren und sich hinter der Maske einer falschen Souveränität verstecken, um ihre Völker zu täuschen und deren Vereinigung mit dem Rest der Umma zu verhindern: Ihr Status in internationalen Gremien gleicht dem eines Mannes, der neben seinem Herrn an den Tischen globaler politischer Entscheidungsfindung kauert und lediglich auf Befehle wartet – Befehle, die sich oft grausam gegen die muslimischen Völker selbst richten.
Daher rufen wir in diesem gesegneten Monat alle Muslime dazu auf, den diesjährigen Ramaḍān über das Fasten, das Lesen des Korans, das Nachtwachegebet und großzügige Wohltätigkeit hinaus auch zu einem Monat der Besinnung und tiefen Reflexion zu machen. Es muss ein Monat der Rückbesinnung auf das Kalifat sein – darauf, wie es beschaffen ist, und dass seine Wiedererrichtung gemäß dem Plan des Prophetentums eine Pflicht darstellt, deren Aufschub unzulässig ist. Dieser Monat sollte nicht enden, ohne dass die Muslime ihre Hände in die der Schabab von Hizb-ut-Tahrir gelegt haben, um gemeinsam mit ihnen für genau dieses Ziel tätig zu werden. Möge Allah uns und ihnen Erfolg für einen nahen Sieg gewähren, durch den wir das zweite rechtgeleitete Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums errichten. Allah der Allmächtige sagte:
(وَحَرِّضِ الْمُؤْمِنِينَ عَسَى اللَّهُ أَن يَكُفَّ بَأْسَ الَّذِينَ كَفَرُواْ وَاللَّهُ أَشَدُّ بَأْساً وَأَشَدُّ تَنكِيلاً)
Und sporne die Gläubigen an; vielleicht wird Allah die Gewalt derer, die ungläubig sind, zurückhalten. Allah ist noch gewaltiger an Gewalt und noch gewaltiger an Bestrafung. (4:84)
Wir rufen zudem die in den Medien, auf Webseiten und sozialen Plattformen tätigen Meinungsmacher dazu auf, die Aktivitäten zu verfolgen, die Hizb-ut-Tahrir während des gesamten Ramaḍān weltweit durchführen wird, und dazu beizutragen, diese zu verbreiten. Wir erinnern sie daran, dass sich die Mitglieder von Hizb-ut-Tahrir die Verantwortung aufgelastet haben, sich der öffentlichen Meinung anzunehmen, das Gute zu gebieten und den Blick der Muslime auf für sie vitale Anliegen zu lenken. Es gibt heute keine wichtigere Aufgabe für die Muslime als die Errichtung des zweiten rechtgeleiteten Kalifats gemäß dem Plan des Prophetentums. Lasst euch diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen, an der Erfüllung dieser gewaltigen Pflicht mitzuwirken, denn Allah wird uns über das befragen, was Er uns anvertraut hat. Er (t) sagte:
(وَقِفُوهُمْ إِنَّهُم مَّسْئُولُونَ)
Und stellt sie auf, denn sie sollen gewiss befragt werden.(37:24)
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