Media Office
Das zentrale Medienbüro
| H. 21 Safar 1448 | No: 1448AH/023 |
| M. Dienstag, 04 August 2026 |
Presseverlautbarung
Bahrain und der Iran müssen den Kalifatsstaat gemäß dem Plan des Prophetentums errichten
(Übersetzt)
Der bahrainische König Hamad bin Isa Al Chalifa erklärte: „Wir bedauern, dass der Iran das religiöse Band, das uns eigentlich vereinen sollte, derart missachtet. Ebenso bedauern wir, dass er die Gnade der Botschaft des Propheten Muhammad über das persische Volk vergessen hat – eine Botschaft, die dessen Zivilisation nach Jahrhunderten der Dunkelheit mit spiritueller, menschlicher und intellektueller Tiefe bereicherte.“
Wenige Tage zuvor hatte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baqai, in einem ausführlichen Beitrag auf der Plattform X auf die Erklärungen des bahrainischen Königs reagiert. Darin hob er die historische Rolle des Iran in der islamischen Geschichte und Zivilisation hervor, verurteilte Bahrains Unterstützung für die USA bei deren Aggression gegen den Iran scharf und forderte den bahrainischen König auf, die Handlungen seines eigenen Landes an den Maßstäben des Islam zu messen.
Angesichts dieses medialen Schlagabtauschs, bei dem der Islam instrumentalisiert wird, stellt das Zentrale Medienbüro von Hizb-ut-Tahrir Folgendes klar:
Erstens: Sowohl die bahrainischen als auch die iranischen Funktionäre haben vergessen – oder tun zumindest so –, dass die Muslime eine einzige, von anderen Völkern abgegrenzte Umma bilden. Sie müssen in einem einzigen politischen Gebilde unter der Führung eines einzigen Kalifen vereint sein. Sie lassen völlig außer Acht, dass ebenjene staatlichen Gebilde, die sie repräsentieren, die Muslime zersplittern und ihre Einheit unter diesem verbindenden Gebilde gezielt verhindern. Folglich laden beide – sie selbst wie auch ihre Regime – Schuld auf sich und handeln ungehorsam gegenüber Allah (t).
Zweitens: Die Rolle des Iran in der islamischen Historie – von seiner Erschließung durch die Muslime in der Epoche der rechtgeleiteten Kalifen bis kurz vor der Gründung des iranischen Nationalstaates zu Beginn des 16. Jahrhunderts n. Chr. – ist unbestreitbar. Ein Großteil der Beiträge, die muslimische Gelehrte in Persien in dieser Zeit zum islamischen Erbe leisteten, wurde in arabischer Sprache verfasst, und das Gebiet war ein integraler Bestandteil des islamischen Kalifats. Diese historische Rolle liefert jedoch keinerlei Rechtfertigung für die gegenwärtigen Herrscher des Iran, die aktiv zur Zersplitterung der islamischen Umma beitragen und die Errichtung des Kalifats im Iran blockieren. Sich lediglich auf den Stolz über diese vergangene Rolle zu beschränken, spricht sie keineswegs von der Sünde frei, nicht nach dem zu richten, was Allah hinabgesandt hat.
Drittens: Beide Funktionäre, die hier Argumente gegeneinander ins Feld führen und sich dabei auf islamische Maßstäbe berufen, verstoßen in Wahrheit selbst gegen den Islam und widersetzen sich Allah (t) in unzähligen Belangen. Dazu zählen ihre Loyalität gegenüber den kolonialen Mächten des Unglaubens (kufr) sowie ihre Beihilfe, durch die sie es diesen Mächten ermöglichen, die Länder, Reichtümer und Ressourcen der Muslime zu kontrollieren. Während das bahrainische Regime Großbritannien hörig ist, bewegte sich das iranische Regime – bis zum Ausbruch des jüngsten Krieges Ende Februar dieses Jahres – fest in der Einflusssphäre der USA. Kein Muslim kann jemals die Verbrechen vergessen, die der Iran in zahlreichen islamischen Ländern wie dem Irak, Syrien und weiteren im Dienste amerikanischer Interessen verübt hat. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass beide Regime massiv zur Zersplitterung der islamischen Umma beigetragen haben.
Viertens: Die Pflicht der beiden besagten Funktionäre übersteigt die Pflicht eines jeden gewöhnlichen Muslims bei Weitem. Denn jeder von ihnen repräsentiert ein staatliches Gebilde und verfügt über weitaus größere Machtmittel, um Wandel herbeizuführen und das Kalifat zu errichten. Die Verantwortung, die auf ihren Schultern lastet, ist gewaltiger als die der allgemeinen muslimischen Bevölkerung, und die Sünde ihres Versäumnisses wiegt vor Allah ungleich schwerer.
Daher nutzen wir diese Gelegenheit, um sie – und jeden einzelnen Funktionär in den islamischen Ländern – dazu aufzurufen, Hizb-ut-Tahrir den materiellen Beistand (nuṣra) zu leisten. Dies ist notwendig, um das zweite rechtgeleitete Kalifat gemäß dem Plan des Prophetentums zu errichten, die zersprengten Muslime zu sammeln, sie zu vereinen und im Angesicht ihrer Feinde als geschlossene Einheit aufzustellen.
(إِنَّ هَذِهِ أُمَّتُكُمْ أُمَّةً وَاحِدَةً وَأَنَا رَبُّكُمْ فَاعْبُدُونِ)
Gewiss, diese eure Gemeinschaft ist eine einzige Gemeinschaft, und Ich bin euer Herr; so dient Mir. (21:92)
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