Sonntag, 06 Muharram 1448 | 21/06/2026
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Das Bajwa-Imran-Regime nähert sich Indien freundschaftlich an, während Indien die Muslime Kaschmirs in die Irre führt und zu Tode foltert

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Die Muslime im besetzten Kaschmir werden seit 2009 auf schlimmste Art und Weise von der hinduistischen Besatzungsmacht unterdrückt, zu Tode gemartert und sogar mit Schrotpatronen durchsiebt. Trotz dessen dehnt das Bajwa-Imran-Regime seine freundschaftlichen Beziehungen nach Indien aus. Während die Muslime ihre ermordeten Angehörigen begraben – darunter einen Jugendlichen im Alter von 15 Jahren

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Nachruf für einen daʿwa-Träger, unseren Bruder Ğihād ʿAbd al-Qadīm Zallūm

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Hizb-ut-Tahrir / wilāya Jordanien betrauert die gesamte muslimische Umma um den Tod ihres Bruders, Ğihād ʿAbd al-Qadīm Zallūm, der ein Mitglied von Hizb-ut-Tahrir war. Ğihād war der Sohn unseres ehemaligen amīr, unseren geehrten Scheich ʿAbd al-Qadīm Zallūm (Möge Allah ihm barmherzig sein). Unser Bruder Ğihād verstarb am heutigen Samstag, dem 14. Rabīʿ al-auwal 1442 n. H. – dem 31.10.2020 n. Chr. – in Amman in Jordanien.

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Das syrische Regime setzt seine brutalen Willkürrazzien gegen Hizb-ut-Tahrir fort und bildet sich ein, die Partei zerstört zu haben. Doch hat das Regime sich getäuscht - und verloren

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Die Verfolgung der Mitglieder von Hizb-ut-Tahrir mit brutalen, fortlaufenden Willkürrazzien ist zum „täglichen Brot" des syrischen Regimes geworden. Es bildet sich ein, dass es mit solchen Maßnahmen die Wahrheit unterbinden kann, die Hizb-ut-Tahrir über die Verbrechen dieses Regimes ausspricht, über seine Frevelhaftigkeit, seine Ungerechtigkeit, sein Lechzen nach Friedensverhandlungen mit Israel und sein wiederholtes Anbieten seiner Hilfsdienste an die USA im Irak. Die letzte dieser Razzien war jene, die der Sicherheitsapparat am 6. 8. 2007, also kurz vor Beginn der Damaszener Konferenz am 8. 8. 2007, gestartet hat. Diese Konferenz wurde eigens dafür ins Leben gerufen, um den USA aus ihrem Dilemma im Irak zu helfen und ihre Sicherheit vor der Sicherheit des Irak - die nur als Deckmantel für die Konferenz benützt wurde - zu gewährleisten.

Nach jeder Verhaftungswelle gegen Mitglieder der Partei legen die syrischen Sicherheitsapparate ihren Vorgesetzten Berichte vor, dass die Partei erledigt sei. Doch kurz darauf stellen sie fest, dass die Partei ununterbrochen fortbesteht und mit noch größeren und mächtigeren Schritten fortschreitet als zuvor. Dies versetzte die Apparate und ihre Vorgesetzten in einen schwindelähnlichen Zustand, der ihnen jedes Gleichgewicht, jede Vernunft raubte. Wenn sie jetzt eine Wohnung überfallen und das Parteimitglied dort nicht finden, bedrängen sie seine Angehörigen - Männer wie Frauen. Sie suchen sie in den Wohnungen auf und halten sie für Stunden - ja für Tage - in den Gebäuden des Sicherheitsapparats zum Zwecke des Verhörs und der Ermittlungen fest.

Ihr Muslime!

Es ist weder erstaunlich noch befremdend, dass dieses Regime, das die Macht in Syrien vom Volk geraubt hat, solch brutale Unterdrückungsmaßnahmen gegen jene durchführt, die sagen: „Allah ist unser Herr!" Was jedoch verwundert und erstaunt, ist die Tatsache, dass sich dieses Regime den Menschen zum Trotz jahrzehntelang an der Macht halten kann, obwohl sich seine Verbrechen tagaus tagein vor den Augen und Ohren der Menschen wiederholen. So lechzt es ganz offen nach Friedensverhandlungen mit den Juden und nach einer dauerhaften Ergebung ihnen gegenüber. Seit vierzig Jahren gewährleistet es die Sicherheit der Juden auf den Golanhöhen, und zwar in noch stärkerem Maße, als es die Juden im besetzten Palästina von 1948 vermögen. Auch bietet das Regime den USA ganz offen seine Dienste an, um sie aus ihrem Dilemma im Irak zu retten.

Es ist wahrlich an der Zeit für das Land „Al-Scham"[1], dem Land der Kampf- und Schutzbereitschaft, dem Zentrum des mit Gottes Hilfe kommenden Kalifatsstaates, und vor allem ist es an der Zeit für Personen mit Macht und Einfluss, sich gegen die Ungerechten und deren Ungerechtigkeit zu erheben.

Auf diese Weise wird das Recht jenen zurückgegeben, denen es zusteht, und die Dinge kehren ins Lot zurück. Dem Land Al-Scham kommt dann die Ehre zuteil, die Frohbotschaft des Gottesgesandten (s.) zu erfüllen, indem es den Kern des Kalifatsstaates bildet. Damit werden ihm Zeilen des Lichts im Register der Geliebten Allahs, Seines Gesandten und der Gläubigen eingetragen.

Hizb-ut-Tahrir wird mit Gottes Willen bestehen bleiben und sich von Gipfel zu Gipfel erheben. Die boshafte Hinterlist derjenigen aber, die sich einbilden, die Partei zerstört zu haben, wird auf sie selbst zurückfallen. Sie werden dadurch nichts als Erniedrigung im Diesseits ernten.

(ولعذاب الآخرة أكبر لو كانوا يعلمون)

„Doch die Strafe des Jenseits ist wahrlich größer, wenn sie nur wüssten." (39:26)

Hizb-ut-Tahrir wird trotz der Schwierigkeiten, der Verhaftungen, der Folterungen, ja trotz der Ermordungen durch die Hände der Ungerechten mit ungebrochener Entschlossenheit voranschreiten. Die Partei wird mit der Hilfe Allahs, dem Herrn der Welten, das Kalifat gründen. So wird dem Islam und seinen Anhängern Würde zuteil und der Unglaube mit seiner Gefolgschaft erniedrigt. An diesem Tage werden die Gläubigen durch den Sieg, den Allah ihnen beschert hat, beglückt sein, und die Ungerechten werden die Folgen ihrer Untaten spüren.

(وسيعلم الذين ظلموا أي منقلب ينقلبون)

„Und erfahren werden die Ungerechten, welches Ende sie ereilen wird." (26:227)

 


 

[1] Dies ist die korrekte arabische und islamische Bezeichnung für das geschlossene Gebiet von Syrien, dem Libanon, Jordanien und Palästina, das in der Geschichte stets eine Einheit gebildet hat.

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„Die da, als die Leute ihnen sagten: ‚Seht, die Leute haben sich gegen euch geschart, so fürchtet sie!‘, nur stärker wurden im Glauben und sagten: ‚Uns genügt Allah, und Er ist der beste Fürsorger!‘"

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Die den Juden ergebene palästinensische Autonomiebehörde, die Allah, Seinen Gesandten und die Gläubigen verraten hat, zog gestern, am 27.11.2007, alle ihre Schergen, ihren Pöbel und ihre Verbrecherbanden zusammen, um die Kundgebungen von Hizb-ut-Tahrir im Westjordanland brutal niederzuschlagen. Dabei setzte sie alle ihr zur Verfügung stehenden Waffen ein, die der Judenstaat ihr gewährt hat: scharfe Munition, Tränengas und Schlagstöcke, um jene zu unterdrücken, die frei in Palästina geboren wurden, die Wahrheit aussprechen und in Allahs Angelegenheit den Tadel eines Tadelnden nicht fürchten. Sie verletzte und verhaftete zahlreiche Mitglieder von Hizb-ut-Tahrir und auch viele gewöhnliche Kundgebungsteilnehmer. Den Kugeln der infamen, geächteten Abbas-Behörde fiel ein ehrenwertes, rechtschaffenes Mitglied von Hizb-ut-Tahrir, der aus Hebron stammende Hisham Al-Baradei, als Märtyrer zum Opfer. Aus nächster Entfernung wurde das Feuer auf ihn eröffnet und die Kugel traf ihn direkt in die Brust. In Hebron kam es zu einem regelrechten Kugelhagel auf die Demonstranten, insbesondere dann, als der Protestmarsch beim Kundgebungspodium eintraf und sich dort versammelte. Man wollte nämlich verhindern, dass der Redner seine Rede hält. Trotzdem wurde die Abschlusserklärung auch im intensiven Kugelhagel bis zum Ende verlesen. Die Behörde und ihre Schergen haben nun wohl begriffen, dass wir

„Leute sind, die wahrmachten, was sie Allah gegenüber gelobten. Einige von ihnen haben ihr Gelübde erfüllt; andere harren noch aus; doch haben sie (ihr Versprechen) niemals aufgegeben." (33:23)

Hizb-ut-Tahrir veranstaltete sechs Protestmärsche: in Gaza, Hebron, Betlehem, Nablus, Ramallah und Jenin. Massen nahmen daran teil, insbesondere in Hebron. Die Partei rief den Eifer der Umma wach, sich gegen die Konferenz des Verbrechens und des Verrats in Annapolis zu erheben. In einer von ihr herausgegebenen Erklärung legte sie den Verrat jener offen, die an dieser Konferenz teilgenommen haben: die Vertreter der Autonomiebehörde und der arabischen Staaten. Die Partei verkündete die Wahrheit und sprach sie in Hörweite jener aus, die in Annapolis Bushs Türschwelle küssen. Sie machte ihnen deutlich, dass sie sich durch ihre dortige Anwesenheit nur noch mehr den Israelis unterwerfen werden. Und ihre Beziehungen zu ihnen werden weiter normalisiert. Das Ergebnis ist nichts als Schande im Diesseits wie im Jenseits.

Die Schergen der Abbas-Behörde sahen mit eigenen Augen und hörten mit eigenen Ohren, dass die Märsche diszipliniert und geordnet abliefen. Das wahre Wort war die einzige Waffe, die die Teilnehmer bei sich hatten. Ihre Flagge war die des Islam; die Flagge von „la Ilaha ill-Allah Muhammadun Rasul-Ullah". Trotzdem fielen die Behördenschergen unter exzessiver Verwendung von scharfer Munition über die Protestmärsche her. Vor den Israelis aber, die der Behörde auf den Nacken treten, packt sie Angst und Feigheit. Sie wagen es nicht, eine einzige Kugel auf sie abzufeuern!

Der Verantwortliche seitens der Behörde rechtfertigte seine Untat mit der Erklärung, die Partei habe die Behörde mit ihren Märschen „herausgefordert". So eine Erklärung ist wohl schlimmer als die Untat selbst.

Wo ist diese Behörde denn, wenn die Israelis sie tagaus tagein mit Füßen treten und sie trotzdem keine einzige Kugel auf sie abfeuert? Wo ist diese Behörde denn, wenn die Heiligtümer von den Israelis geschändet und untergraben werden, ihre Vertreter sich diesbezüglich aber taub, blind und stumm verhalten, leblosen Toten gleich, die nicht begreifen? Wo ist diese Behörde denn, wenn Bush und Olmert sie sklavengleich am Riemen halten? Wo ist diese Behörde denn, wenn ihre Schergen verräterische Abkommen und verbrecherische Protokolle zum Ausverkauf von Land und Leuten unterzeichnen? Was ist das letztlich für eine Behörde, die über sich selbst nicht verfügen kann, sodass ihre Präsident nicht von einem Ort zum anderen fahren darf, ohne die Erlaubnis vom Judenstaat zu erhalten, nachdem er demütig und geächtet darauf warten musste?

Stellt all das keine „Herausforderung" für die Behörde dar? Dagegen sollen aufrichtige, gläubige, disziplinierte und geordnete Kundgebungen, die das wahre Wort verkünden, eine Herausforderung darstellen? Recht hat der Prophet gehabt, als er sprach:

„Wenn du keine Scham empfindest, so tu‘, was du willst!" Diese Behörde empfindet weder Scham vor Allah noch vor Seinem Gesandten noch vor den Gläubigen. Wehe ihr und ihrem Pöbel vor der Pein eines schrecklichen Tages!

Zudem hat die Abbas-Behörde ein wahrlich skandalöses, exzessives Ausmaß an Verrat und Schändlichkeit erreicht, als sie heute das Feuer auf den Begräbniszug von Hisham Al-Baradei eröffnete. Dutzende wurden dabei verletzt, die Verletzungen eines von ihnen sind lebensgefährlich, doch zeigte die Behörde keinerlei  Angst vor dem Fluch Allahs, Seiner Engel und aller Menschen.

Wir von Hizb-ut-Tahrir betrachten dieses reine Blut, das vom Märtyrer und den Verletzten geflossen ist, als Licht in unseren Händen. Es macht unsere Entschlossenheit und Willenskraft, unsere Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit nur noch stärker. Das Blut des Märtyrers wird für immer in unserem Herzen bleiben, in unseren Augen und unseren Ohren. Es wird sich dem Blut jener anschließen, die durch ungerechte Tyrannenhand in Zentralasien, im Irak, in Syrien und anderswo als Märtyrer gefallen sind. Märtyrerblut, das - so Gott will - den baldigen Sieg einleitet, das dämmernde Licht des rechtgeleiteten Kalifats. An diesem Tage werden die Gläubigen über Allahs Hilfe glücklich sein, und die Ungerechten werden erfahren welch‘ Schicksal sie ereilen wird.

Was die Behörde und ihre Schergen anlangt, so kommt Schande über sie. Ihre Unterwürfigkeit gegenüber Bush und den Israelis und ihre Normalisierungsmaßnahmen dem Judenstaat gegenüber werden sie fortsetzen, bis ihr Rückgrat vor Beugung bricht. Nachdem sie ihre Dienste erfüllt und ihre von den USA vorgezeichnete Verräterrolle ausgespielt haben, werden sie von den Amerikanern selbst wie ein Dattelkern ausgespuckt. Himmel und Erde werden sie verfluchen; und dies ist das offenbare Verderben.

Palästina hingegen, das gesegnete Land, der Ort der Nacht- und Himmelreise des Propheten, wird seine Helden bekommen. Sie werden den Weg von Omar, dem Eröffner Palästinas, von Saladin, der es von den Kreuzrittern befreite, und von Abdulhamid, der es den Juden verwehrte, aufs Neue beschreiten. Palästina wird seine Helden bekommen, die es vollständig in die Obhut des Islam zurückführen werden - egal, ob es sich um den 1948 oder den 1967 besetzten Teil davon handelt. Diejenigen aber, die einen Teil für den anderen preisgeben, wird Schande und Erniedrigung treffen.

Was den Märtyrer betrifft, so trauern wir um dich, o Hisham! Möge Allah dich mit den Propheten, den Wahrhaften und den Rechtschaffenen zusammenführen - welch treffliche Gefährten!

Für die Verletzten und Verhafteten bitten wir Allah um Lohn und Unterstützung, möge Er ihnen das Gute bescheren!

„Und Allah setzt durch, was Er beschließt, doch die meisten Menschen wissen es nicht." (12:21)

 

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Und worüber Er schwieg, davon wurde abgesehen

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Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des Barmherzigen

Antwort auf eine Frage

Und worüber Er schwieg, davon wurde abgesehen

Frage:

Im Buch „Die islamische Persönlichkeit 3. Teil“ - autorisierte Ausgabe - wird auf Seite 46 Zeile 6 u. 7 Folgendes erwähnt: […] Worüber das islamische Recht schwieg, das wurde von ihm nicht verboten, also gestattet. Darunter fällt die Pflicht (wāğib), das Wünschenswerte (mandūb), das Erlaubte (mubā) und das Unerwünschte (makrūh).

Dazu habe ich folgende Fragen:

1. Im Hadith heißt es: Er schwieg über (...). Wenn wir nun annehmen würden, dass dies die Pflicht, das Wünschenswerte und das Unerwünschte umfasst, so würde das bedeuten, dass der Gesetzgeber dort, wo es notwendig wäre, keine nähere Erläuterung gegeben hat.

2. Im Hadith heißt es weiter: […] über Dinge. Er sagte nicht: „über Taten“. Bei Dingen ist aber nur das Attribut „erlaubt“ und „verboten“ vorstellbar, nicht aber „verpflichtend“, „erwünscht“ oder „unerwünscht“. Dies gilt insbesondere deshalb, da der Hadith im Zuge der Frage nach dem Rechtsspruch betreffend Schmalz, Käse und Felle ergangen ist, was ja Dinge und keine Handlungen sind.

3. Des Weiteren wird im Hadith ausgeführt: […] als Erleichterung (ruḫṣa). Wie kann es sich denn um eine Erleichterung handeln, wenn das Schweigen (des Gesetzgebers) auch als Pflicht interpretiert werden kann?

4. Ebenso erwähnt der Hadith: [...] davon wurde abgesehen (ʿafw). Wie kann von etwas abgesehen werden, wenn man das Schweigen (des Gesetzgebers) auch als Pflicht interpretieren kann?

5. Im Hadith heißt es weiter: […], so sucht nicht danach. Er untersagt also die Untersuchung dieser Angelegenheiten. Wenn sie aber die Möglichkeit der Verpflichtung, der Empfehlung oder des Abratens beinhalten, dann hätte er deren Untersuchung doch nicht untersagen können.

Ich bitte um Darlegung. Möge Allah dich reichlich belohnen!

Antwort:

1. Die relevanten Hadithe sind die folgenden:

a) At-Tirmiḏī berichtet von Salmān al-Fārisī, der sagte:

سئل رسول الله صلى الله عليه وسلم عن السمن، والجبن، والفراء، فقال: «الْحَلاَلُ مَا أَحَلَّ اللَّهُ فِي كِتَابِهِ، وَالْحَرَامُ مَا حَرَّمَ اللَّهُ فِي كِتَابِهِ، وَمَا سَكَتَ عَنْهُ فَهُوَ مِمَّا عَفَا عَنْهُ«...

Der Gesandte Allahs (s) wurde nach dem Schmalz, dem Käse und den Fellen gefragt. Er antwortete: „Statthaft ist, was Allah in Seinem Buch für statthaft erklärt hat. Und verboten ist, was Allah in Seinem Buch verboten hat. Und worüber er schwieg, zählt zu dem, was Er verziehen (afa anhu) hat. In einer Tradierung bei Abū Dāwūd von ibn ʿAbbās heißt es:

»فَبَعَثَ اللَّهُ تَعَالَى نَبِيَّهُ، صَلَّى اللهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ وَأَنْزَلَ كِتَابَهُ، وَأَحَلَّ حَلَالَهُ، وَحَرَّمَ حَرَامَهُ، فَمَا أَحَلَّ فَهُوَ حَلَالٌ، وَمَا حَرَّمَ فَهُوَ حَرَامٌ، وَمَا سَكَتَ عَنْهُ فَهُوَ عَفْوٌ«

Da entsandte Allah (t) Seinen Propheten (s) und sandte Sein Buch herab. Er hat das, was darin statthaft ist, für statthaft erklärt, und das was darin verboten ist, für verboten erklärt. Was er für statthaft erklärt hat, ist statthaft, und was er für verboten erklärt hat, ist verboten. Und worüber er schwieg, das ist verziehen (ʿafw).

b) In den „as-Sunan al-kubrā von al-Baihaqī wird von Abū Ṯaʿlaba (r) berichtet, der sprach:

»إِنَّ اللهَ فَرَضَ فَرَائِضَ، فَلَا تُضَيِّعُوهَا، وَحَّدَ حُدُودًا، فَلَا تَعْتَدُوهَا، وَنَهَى عَنْ أَشْيَاءَ، فَلَا تَنْتَهِكُوهَا، وَسَكَتَ عَنْ أَشْيَاءَ رُخْصَةً لَكُمْ، لَيْسَ بِنِسْيَانٍ، فَلَا تَبْحَثُوا عَنْهَا«

Allah hat Pflichten erlassen, so missachtet sie nicht. Er hat Grenzen festgelegt, so übertretet sie nicht. Er hat Dinge untersagt, so vergeht euch daran nicht, und zu Dingen geschwiegen - als Erleichterung für euch, nicht aus Vergessenheit -, so forscht darüber nicht nach!

c) Der bei at-Tirmiḏī und ad-Dāraquṭnī von ʿAlī tradierte Hadith, wo er sagt:

لَمَّا نَزَلَتْ هَذِهِ الْآيَةُ ﴿وَلِلَّهِ عَلَى النَّاسِ حِجُّ الْبَيْتِ مَنِ اسْتَطاعَ إِلَيْهِ سَبِيلًا﴾ قَالُوا: يَا رَسُولَ اللَّهِ أَفِي كُلِّ عَامٍ؟ فَسَكَتَ، فَقَالُوا: َفِي كُلِّ عَامٍ؟ قَالَ: «لَا وَلَوْ قُلْتُ نَعَمْ لَوَجَبَتْ»، فَأَنْزَلَ اللَّهُ تَعَالَى: ﴿يا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لا تَسْئَلُوا عَنْ أَشْياءَ إِنْ تُبْدَ لَكُمْ تَسُؤْكُمْ﴾ إِلَى آخِرِ الْآيَةِ.

Als der Vers Und die Pilgerfahrt zum Haus ist den Menschen eine Pflicht vor Allah herabgesandt wurde,fragten sie:„O Gesandter Allahs, ist sie jedes Jahr zu erfüllen?“ Da schwieg er. Doch sie fragten:„Jedes Jahr?“ Da antwortete er: „Nein, wenn ich ja sagen würde, wäre es verpflichtend.“ Da offenbarte Allah den Vers: Ihr, die ihr glaubt. Fragt nicht nach Dingen, die, würden sie euch enthüllt werden, euch unangenehm wären (...). (5:101)

In einer weiteren Tradierung dazu bei ad-Dāraquṭnī wird von Abū Huraira berichtet, der sagte: Es sprach der Gesandte Allahs:

«يَا أَيُّهَا النَّاسُ كُتِبَ عَلَيْكُمُ الْحَجُّ» فَقَامَ رَجُلٌ فَقَالَ: فِي كُلِّ عَامٍ يَا رَسُولَ اللَّهِ؟ فَأَعْرَضَ عَنْهُ، ثُمَّ عَادَ فَقَالَ: فِي كُلِّ عَامٍ يَا رَسُولَ اللَّهِ؟ فَقَالَ: «وَمَنِ الْقَائِلُ»؟ قَالُوا: فُلَانٌ، قَالَ: «وَالَّذِي نَفْسِي بِيَدِهِ لَوْ قُلْتُ نَعَمْ لَوَجَبَتْ وَلَوْ وَجَبَتْ مَا أَطَقْتُمُوهَا وَلَوْ لَمْ تُطِيقُوهَا لَكَفَرْتُمْ» فَأَنْزَلَ اللَّهُ تَعَالَى: ﴿يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لا تَسْئَلُوا عَنْ أَشْياءَ إِنْ تُبْدَ لَكُمْ تَسُؤْكُم﴾

Ihr Menschen, die Pilgerfahrt ist euch vorgeschrieben worden.“ Da erhob sich ein Mann und fragte:„Jedes Jahr, o Gesandter Allahs?“ Doch der Gesandte wandte sich ab von ihm. Der Mann fragte erneut:„Jedes Jahr, o Gesandter Allahs?“ Da sprach der Gesandte: „Und wer fragt?“ Sie antworteten:„Jener hier“. Da sprach er: „Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele liegt. Wenn ich ja sagen würde, wäre es verpflichtend. Und wenn es verpflichtend wäre, würdet ihr es nicht vermögen. Und wenn ihr es nicht vermögt, würdet ihr ungläubig werden.“ Da sandte der Erhabene herab: Ihr, die ihr glaubt. Fragt nicht nach Dingen, die, würden sie euch enthüllt, euch unangenehm wären. (5:101)

2. Bevor wir die Bedeutung dieser Hadithe analysieren, wäre es gut, auf einige notwendige Punkte hinzuweisen:

a) Die Unterscheidung zwischen einem „Ding“, also einer Sache (šaiʾ), und einer „Handlung“ (fiʿl) ist eine juristische im Bereich der Untersuchungen der islamischen Rechtsgrundlagen (uūl) und keine sprachliche. Denn sprachlich umfasst der Ausdruck šaiʾ (Sache) auch Handlungen. Gleiches gilt für die Unterteilung des islamischen Rechtsspruchs in far

und wāğib (Pflicht), mandūb (erwünscht), mubā (erlaubt), makrūh (unerwünscht), arām und maḥẓūr (verboten) bzw. in ruḫṣa (Erleichterung), ʿazīma (grundsätzliche Anordnung), šar (Bedingung), sabab (Auslöser), māniʿ (Hinderungsgrund), aī (richtig), fāsid (mangelhaft), il (ungültig) usw. Es handelt sich also um juristische Fachausdrücke in den Rechtsgrundlagen. Wenn du ein Sprachwörterbuch aufschlägst und nach der Bedeutung dieser Ausdrücke suchst, wirst du ihre juristische Bedeutung nicht finden.

Diese Fachbegriffe wurden erst nach der Zeit des Gesandten Allahs (s) und der Rechtgeleiteten Kalifen festgelegt, was im Übrigen ebenso auf die grammatikalischen Fachtermini ʿil (Subjekt), mafʿūl (Objekt) etc. zutrifft. Schlägst du auch diese Ausdrücke im Wörterbuch nach, wirst du sehen, dass ihre Bedeutungen von ihrer konventionell-grammatikalischen abweichen.

b) Somit gilt: Wenn du einen Hadith des Gesandten (s) oder eines seiner Gefährten, möge Allah mit ihnen Wohlgefallen haben, liest und den Ausdruck šaiʾ (Sache) oder ʿil (Handelnder) findest, so heißt das nicht, dass sie in ihrer konventionellen Bedeutung ergangen sind. Vielmehr musst du die Aussage studieren, um zu erkennen, was mit den Ausdrücken wirklich gemeint ist: Ist es die sprachliche Bedeutung (aqīqa luġawīya), eine Bedeutung in der allgemeinen Konvention der Araber (aqīqa ʿurfīya ʿāmma) bzw. in ihrer spezifischen Konvention (aqīqa ʿurfīya āṣṣa) oder hat der Ausdruck eine islamrechtliche Bedeutung (aqīqa šarʿīya).

c) Wenn die (an den Propheten gerichtete) Frage in spezifischen Ausdrücken formuliert wurde, die Antwort (des Propheten) aber unabhängig von der Frage in allgemeiner Formulierung ergangen ist, so gilt sie allgemein zum ganzen Thema der behandelten Frage. Sie gilt dann nicht mehr allein für die in der Frage verwendeten Ausdrücke, d. h. für das in der Frage erwähnte Detail. Zum Beispiel heißt es in einem adī aī, den at-Tirmiḏī von Abū Saʿīd al-Ḫudrī in vollem Strang berichtet: Man fragte:

قِيلَ: يَا رَسُولَ اللَّهِ، أَتَتَوَضَّأُ مِنْ بِئْرِ بُضَاعَةَ...؟ فَقَالَ رَسُولُ اللَّهِ صَلَّى اللَّهُ عَلَيْهِ وَسَلَّمَ: «إِنَّ المَاءَ طَهُورٌ لَا يُنَجِّسُهُ شَيْءٌ»

O Gesandter Allahs, sollen wir vom Bu

āʿa-Brunnen die rituelle Reinigung vollziehen?“ Da antwortete der Gesandte (s): „Wahrlich, Wasser ist sauber und wird durch nichts verunreinigt.“

Hier wurde der Gesandte (s) nach dem Bu

āʿa-Brunnen gefragt. Die Antwort wurde aber unabhängig vom Bu

āʿa-Brunnen formuliert. So hat er auf den Bu

āʿa-Brunnen in seiner Antwort keinen Bezug genommen. Vielmehr sagte er: Wahrlich, Wasser ist sauber und wird durch nichts verunreinigt. Die Aussage gilt also allgemein für die Reinigung mit Wasser, sei es vom Bu

āʿa-Brunnen oder von irgendeiner anderen Wasserstelle. Hier kann nicht behauptet werden, dass Thema der allgemeinen Aussage sei der Bu

āʿa-Brunnen gewesen. Die Antwort des Propheten (s) ist nämlich allgemein ergangen, und zwar zum Thema, das von der Antwort – nicht von der Frage – angesprochen wurde. Das Thema muss also der Antwort entnommen werden und nicht der Frage. Das heißt, das Thema wird der Aussage Wahrlich, Wasser ist sauber und wird durch nichts verunreinigt entnommen und nicht dem Ausdruck „Bu

āʿa-Brunnen“ aus der Frage. Thema der Antwort ist also die Reinigung mit Wasser und nicht der Bu

āʿa-Brunnen.

3. Nun kommen wir zur Antwort auf deine Frage:

a) Der Hadith bei at-Tirmiḏī lautet:

«الْحَلاَلُ مَا أَحَلَّ اللَّهُ فِي كِتَابِهِ، وَالْحَرَامُ مَا حَرَّمَ اللَّهُ فِي كِتَابِهِ، وَمَا سَكَتَ عَنْهُ فَهُوَ مِمَّا عَفَا عَنْهُ»

Der Gesandte Allahs (s) wurde nach dem Schmalz, dem Käse und den Fellen gefragt. Er antwortete: „Statthaft ist, was Allah in Seinem Buch für statthaft erklärt hat. Und verboten ist, was Allah in Seinem Buch verboten hat. Und worüber er schwieg, zählt zu dem, was Er verziehen hat (ʿafā ʿanhu). In der Tradierung bei Abū Dāwūd heißt es:

«...وَمَا سَكَتَ عَنْهُ فَهُوَ عَفْوٌ»

[...] und worüber er schwieg, das ist verziehen (d. h. davon wird abgesehen).

Der angereihte Satz und worüber er schwieg bezieht sich auf den nächstgelegenen Satz mit der Aussage: Verboten ist, was Allah in Seinem Buch verboten hat. D. h. worüber er schwieg, davon wird vom Verbot abgesehen. Mit anderen Worten ist es das Statthafte (alāl).

Die Allgemeingültigkeit der Aussage ist hier auf das Thema bezogen. Weil die Antwort aber allgemeiner als die Frage und unabhängig von dieser ausgefallen ist, muss das Thema der Antwort und nicht der Frage entnommen werden. Demzufolge umfasst es alles, worauf der Rechtsspruch des Statthaften (alāl) oder des Verbotenen (arām) anzuwenden ist, sei es auf Schmalz, Käse und Fellen oder auf irgendeine Angelegenheit, die in den Bereich des Statthaften oder Verbotenen fällt. Das trifft auf alles zu, was unter den Ausdrücken šaiʾ (Sache) und fiʿl (Handlung) in ihrer konventionellen Bedeutung zu verstehen ist. Wendet man die Aussage auf eine Sache (šaiʾ) an, dann ist mit alāl (statthaft) die Erlaubnis gemeint. Wendet man sie auf eine Handlung an, so umfasst der Begriff alāl alles, was nicht zum Verbotenen zählt, nämlich die Pflicht, das Erwünschte, das Erlaubte und das Unerwünschte.

b) Der bei al-Baihaqī tradierte Hadith von Abū Ṯaʿlaba, wo er sagt:

«... وَنَهَى عَنْ أَشْيَاءَ، فَلَا تَنْتَهِكُوهَا، وَسَكَتَ عَنْ أَشْيَاءَ رُخْصَةً لَكُمْ، لَيْسَ بِنِسْيَانٍ، فَلَا تَبْحَثُوا عَنْهَا»

[...] Er hat Dinge untersagt, so vergeht euch daran nicht, und zu Dingen geschwiegen - als Erleichterung für euch, nicht aus Vergessenheit -, so forscht darüber nicht nach!

Bei diesem Hadith sind drei Punkte zu beachten:

Erstens: Der Ausdruck „Dinge“ in der Aussage zu Dingen geschwiegen ist hier nicht in seiner konventionellen Bedeutung zu verstehen, d. h. nicht als Sache im Gegensatz zu Handlung. Vielmehr umfasst er Handlungen gleichermaßen. So heißt es beispielsweise im erhabenen Koran: Ihr, die ihr glaubt! Fragt nicht nach Dingen, die, würden sie euch enthüllt, euch unangenehm wären; und wenn ihr danach fragt zur Zeit, da der Koran niedergesandt wird, werden sie euch klar. Allah hat davon abgesehen; und Allah ist allverzeihend, nachsichtig. (5:101) Gefragt wurde nämlich nach der „Handlung der Pilgerfahrt“. Dazu wird im tafsīr-Werk von al-Qurṭubī ausgeführt (6/330):

At-Tirmiḏī und ad-Daraquṭnī tradieren einen Hadith von ʿAlī (r), der sagte:

لَمَّا نَزَلَتْ هَذِهِ الْآيَةُ ﴿وَلِلَّهِ عَلَى النَّاسِ حِجُّ الْبَيْتِ مَنِ اسْتَطاعَ إِلَيْهِ سَبِيلًا﴾. قَالُوا: يَا رَسُولَ اللَّهِ أَفِي كُلِّ عَامٍ؟ فَسَكَتَ، فَقَالُوا: أَفِي كُلِّ عَامٍ؟ قَالَ: «لَا وَلَوْ قُلْتُ نَعَمْ لَوَجَبَتْ»، فَأَنْزَلَ اللَّهُ تَعَالَى: ﴿يا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لا تَسْئَلُوا عَنْ أَشْياءَ إِنْ تُبْدَ لَكُمْ تَسُؤْكُمْ﴾ إِلَى آخِرِ الْآيَةِ

Als der Vers Und die Pilgerfahrt zum Haus ist den Menschen eine Pflicht vor Allah herabgesandt wurde,sagten sie:„O Gesandter Allahs, ist sie jedes Jahr zu erfüllen?“ Er schwieg. Sie fragten:„Jedes Jahr?“ Da sagte er: „Nein, wenn ich ja sagen würde, wäre es verpflichtend.“ Sodann offenbarte Allah den Vers: Ihr, die ihr glaubt. Fragt nicht nach Dingen, die, würden sie euch offengelegt werden, euch unangenehm wären [...]. (5:101)

In einer weiteren Tradierung dazu bei ad-Dāraquṭnī wird von Abū Huraira berichtet, der sagte:

قَالَ رَسُولُ اللَّهِ صلى الله عليه وسلم: «يَا أَيُّهَا النَّاسُ كُتِبَ عَلَيْكُمُ الْحَجُّ» فَقَامَ رَجُلٌ فَقَالَ: فِي كُلِّ عَامٍ يَا رَسُولَ اللَّهِ؟ فَأَعْرَضَ عَنْهُ، ثُمَّ عَادَ فَقَالَ: فِي كُلِّ عَامٍ يَا رَسُولَ اللَّهِ؟ فَقَالَ: «وَمَنِ الْقَائِلُ»؟ قَالُوا: فُلَانٌ، قَالَ: «وَالَّذِي نَفْسِي بِيَدِهِ لَوْ قُلْتُ نَعَمْ لَوَجَبَتْ وَلَوْ وَجَبَتْ مَا أَطَقْتُمُوهَا وَلَوْ لَمْ تُطِيقُوهَا لَكَفَرْتُمْ» فَأَنْزَلَ اللَّهُ تَعَالَى: ﴿يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لا تَسْئَلُوا عَنْ أَشْياءَ إِنْ تُبْدَ لَكُمْ تَسُؤْكُم﴾ الْآيَةَ

Es sprach der Gesandte Allahs: „Ihr Menschen, die Pilgerfahrt ist euch vorgeschrieben worden.“ Da erhob sich ein Mann und fragte:„Jedes Jahr, o Gesandter Allahs?“ Doch der Gesandte wandte sich ab von ihm. Der Mann fragte erneut:„Jedes Jahr, o Gesandter Allahs?“ Da sprach der Gesandte: „Und wer fragt?“ Sie antworteten:„Jener hier“. Da sprach er: „Bei Dem, in dessen Hand meine Seele liegt. Wenn ich ja sagen würde, wäre es verpflichtend. Und wenn es verpflichtend wäre, würdet ihr es nicht vermögen. Und wenn ihr es nicht vermögt, würdet ihr ungläubig werden. Da sandte der Erhabene herab: Ihr, die ihr glaubt. Fragt nicht nach Dingen, die, würden sie euch offengelegt werden, euch unangenehm wären. (5:101) Ende des Zitats.

Daraus wird klar, dass es um die Frage der Pilgerfahrt ging. Die Pilgerfahrt ist bekanntlich eine Handlung (fiʿl). Trotzdem hat sie Allah in der āya als „Ding“ (šaiʾ) bezeichnet.

Zweitens: Und Er schwieg zu Dingen als Erleichterung für euch [...]. Dieser angereihte Satz Und Er schwieg [...] bezieht sich auf die nächstgelegene Aussage im Text, nämlich: und Er untersagte Dinge, so vergeht euch daran nicht. Die Erleichterung bezieht sich also auf die apodiktische Untersagung, d. h. auf das Verbotene (arām). Beleg dafür ist die Aussage so vergeht euch daran nicht (lā tantahikūhā). Worüber Er geschwiegen hat, ist somit die Erleichterung vom Verbotenen, also das Statthafte (alāl). Das kann sich auf die Frage nach einer Sache (šaiʾ) im konventionellen Sinne beziehen, dann bedeutet alāl die Erlaubnis, oder auf die Frage nach einer Handlung (fil) im konventionellen Sinne, dann bedeutet alāl das, was nicht verboten wurde. Mit anderen Worten umfasst es in diesem Falle die Pflicht, das Wünschenswerte, das Erlaubte und das Unerwünschte.

Drittens: So forscht darüber nicht nach. Dieser Satz ist mit der Aussage und Er schwieg zu Dingen verbunden, die ihrerseits der Aussage und Er untersagte Dinge, so vergeht euch daran nicht angehängt ist. Damit ist ebenso das Statthafte gemeint. Die Aussage bedeutet also: So forscht nicht nach deren Verbot. Sie bedeutet nicht: So forscht nicht nach deren Rechtssprüchen, ob sie nun verpflichtend, erwünscht etc. sind. Der Hadith bedeutet, dass das, worüber geschwiegen wurde, statthaft (alāl) ist. So forscht nicht über ein Verbot nach, damit es nicht wegen eurer Nachfrage verboten wird. In einem Hadith bei al-Buḫārī heißt es: Von Saʿd ibn Abī Waqqās wird berichtet, dass der Prophet (s) sprach:

«إِنَّ أَعْظَمَ المُسْلِمِينَ جُرْمًا، مَنْ سَأَلَ عَنْ شَيْءٍ لَمْ يُحَرَّمْ، فَحُرِّمَ مِنْ أَجْلِ مَسْأَلَتِهِ»

Der Schlimmste an Sündhaftigkeit unter den Muslimen ist derjenige, der nach einer Sache fragt, die nicht verboten wurde und die wegen seiner Nachfrage verboten wird.

4. Demzufolge ist zu den Ausführungen in deinem Schreiben Folgendes zu sagen:

Deine Aussage: „Wenn wir nun annehmen würden, dass dies die Pflicht, das Wünschenswerte und das Unerwünschte umfasst, so würde das bedeuten, dass der Gesetzgeber dort, wo es notwendig wäre, keine nähere Erläuterung gegeben hat (...).“

Die Frage im Hadith stellt sich zwischen Verbotenem und Statthaftem. Es wurde bereits dargelegt, dass das, worüber geschwiegen wurde, das Statthafte (alāl) darstellt. Das Thema des Hadithes ist somit vollständig dargelegt worden. Was nun die Untersuchung über die Art des Statthaften anlangt - ob es sich um eine Pflicht, etwas Wünschenswertes, Erlaubtes oder Unerwünschtes handelt -, und zwar für den Fall, dass sich die Frage auf eine Handlung im juristisch-konventionellen Sinne bezieht, so muss dies anderen Hadithen entnommen werden. Denn die islamischen Rechtssprüche in ihrer Gesamtheit werden nicht bloß aus einem Hadith abgeleitet. Dies ist gemäß den Rechtsgrundlagen (uūl) unter den Rechtswissenschaftlern hinlänglich bekannt.

Der Ausdruck „Dinge“: Wir haben bereits dargelegt, dass dieser Ausdruck auch die Handlungen umfasst. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass das Thema der Frage Schmalz, Käse und Felle gewesen ist. Denn die Antwort ist allgemeingültiger formuliert worden als die Frage. So kann nach einer Sache (šaiʾ) im konventionellen Sinne gefragt werden, wie es im Hadith über Schmalz, Käse etc. der Fall ist, oder nach einer Handlung, wie sie der Hadith über die Pilgerfahrt erwähnt. Der Koranvers hat die Frage bezüglich der Handlung der Pilgerfahrt unter den Ausdruck „Dinge“ - ašyāʾ - gefasst, so sagt der Erhabene:

﴿يَا أَيُّهَا الَّذِينَ آمَنُوا لَا تَسْأَلُوا عَنْ أَشْيَاءَ إِنْ تُبْدَ لَكُمْ تَسُؤْكُمْ وَإِنْ تَسْأَلُوا عَنْهَا حِينَ يُنَزَّلُ الْقُرْآنُ تُبْدَ لَكُمْ عَفَا اللَّهُ عَنْهَا وَاللَّهُ غَفُورٌ حَلِيمٌ﴾

Ihr, die ihr glaubt. Fragt nicht nach Dingen, die, würden sie euch offengelegt werden, euch unangenehm wären; und wenn ihr danach fragt zur Zeit, da der Koran niedergesandt wird, werden sie euch klar. Allah hat davon abgesehen; und Allah ist allverzeihend, nachsichtig. (5:101)

Der Ausdruck „Erleichterung“ (ruḫṣa): Damit ist die Erleichterung von Verbotenem gemeint, also das Statthafte (alāl).

Der Ausdruck „davon abgesehen“ (ʿafw): D. h. vom Verbot abgesehen, was ebenso bedeutet, dass es statthaft ist.

Die Aussage: „So forscht darüber nicht nach.“ D. h. forscht nicht über ein Verbot nach, sodass die Angelegenheit eurer Frage wegen verboten wird. Die Aussage bedeutet nicht, dass man über Anderes, was nicht das Verbot betrifft, nicht nachforschen darf. Das Thema ist nämlich, keine Frage zu stellen, die während der Herabsendung der Offenbarung zum Verbot führt. So ist das Fragen des Fragens willen verboten, wie aus dem ob erwähnten Hadith hervorgeht:

«إِنَّ أَعْظَمَ المُسْلِمِينَ جُرْمًا، مَنْ سَأَلَ عَنْ شَيْءٍ لَمْ يُحَرَّمْ، فَحُرِّمَ مِنْ أَجْلِ مَسْأَلَتِهِ»

Der Schlimmste an Sündhaftigkeit unter den Muslimen ist derjenige, der nach einer Sache fragt, die nicht verboten wurde und die wegen seiner Nachfrage verboten wird. Fragen in einem anderen Zusammenhang zu stellen, um den islamischen Rechtsspruch zu erfahren, ist hingegen gefordert. Dies geht aus dem folgenden bei Abū Dāwūd tradierten Hadith von Ğābir hervor: Es sprach der Gesandte Allahs (s):

[...] Hätten sie doch gefragt, wenn sie es nicht wissen. Die Heilung des Unvermögenden liegt doch im Fragen.

Ich hoffe, dass die Antwort klargeworden ist.

25. Ğumādā aṯ-Ṯānī 1434 n. H.

05/05/2013

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Fragen: Blut und dessen Verwendung

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a) Aus bekannten Gründen spenden die Menschen den Blutbänken eigenes Blut. Dieses Blut wird anschießend untersucht. Ist es gesund, wird es für andere Patienten verwendet. Ist es mit Viren wie Hepatitis oder HIV infiziert, wird diese Menge an krankem Blut vernichtet.

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Ihr seid die beste Gemeinschaft, die je für die Menschen hervorgebracht wurde

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Am 28. Raǧab des Jahres 1342 n. H. gelang es den kolonialistischen Ungläubigen unter Federführung Großbritanniens in Zusammenarbeit mit einigen Verrätern aus den Reihen der Araber und Türken, das Kalifat zu zerstören. Der Verbrecher Mustafa Kemal verkündete die Abschaffung des Kalifats in Istanbul, die Festsetzung des Kalifen und dessen Ausweisung aus dem Land noch am gleichen Tag.

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Wo sind die mutigen Männer der muslimischen Armeen, die sagen: „Bei Allah! Keiner terrorisiert muslimische Kinder, während wir am Leben sind!“?

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Pressemitteilung

Wo sind die mutigen Männer der muslimischen Armeen, die sagen: „Bei Allah! Keiner terrorisiert muslimische Kinder, während wir am Leben sind!“?

(Übersetzt)

Zu Beginn der Militäroperation in Mosul am Montag, den 17.10.2016, haben Menschenrechtsgruppen, humanitäre Organisationen und Gremien vor einer drohenden menschlichen Katastrophe in der Stadt gewarnt sowie vor einem Blutbad an Zivilisten und ihrer Verwendung als zivile Schutzschilder.

Laut Save the Children sind mehr als eine halbe Million Kinder in Mossul in Lebensgefahr. Die Vereinten Nationen warnen ihrerseits davor, dass 1,5 Millionen Menschen in der Stadt in Gefahr sind, fast die Hälfte davon Kinder. Samina Gul, die Regionalleiterin von War Child, erklärte: „Die Jungen und Mädchen, die wir betreuen, sind mit diversen Problemen konfrontiert, wie psychische Langzeittraumata, sexueller Missbrauch, Zwangsrekrutierungen und Unterbrechung der Schulbildung. War Child wird sich mit Tausenden von Kindern beschäftigen müssen, die vor den Gefechten in Mossul flüchten. Deshalb ist es für die internationale Gemeinschaft wichtig, die nötigen Unterstützungen zu gewährleisten, damit diese Kinder kein Schaden trifft.“

Ein Krieg nach dem anderen; aufeinanderfolgende Massaker; das Blutvergießen häuft sich in islamischen Ländern! Es überzieht ganze Städte und Dörfer! Nach dem Jemen, nach Falluja, Aleppo und anderen Gebieten wird jetzt die Bevölkerung Mosuls getötet und vertrieben. Häuser werden zerstört und ihre Bewohner darunter begraben. Kinder fallen den Hegemonialbestrebungen Amerikas und seinen kolonialen Interessen zum Opfer. Die USA bringen ihre Luftwaffe zum Einsatz und instrumentalisieren ihre Agenten, um ihre Interessen unter dem fadenscheinigen Vorwand der IS-Beseitigung durchzusetzen. Für jeden Menschen mit Sehkraft ist es kein Geheimnis, dass die USA sich weder um das Blut von Unschuldigen in Mosul noch um das in anderen muslimischen Gebieten scheren. Sie bemühen sich keineswegs, das Leid der Bevölkerung und ihre Unterdrückung, denen sie seit der Eroberung der Stadt durch den IS vor zwei Jahren ausgesetzt ist, zu beenden. Die USA sind nur am Erreichen ihrer eigenen Ziele interessiert, insbesondere, da gerade die Präsidentschaftswahlen vor der Tür stehen und der US-Präsident samt seiner Partei auf der Suche nach einem Erfolg ist, nachdem er in Syrien bis jetzt nichts zustande gebracht hat. Darüber hinaus führen die USA ihr Bestreben fort, um den fatalen Plan der Teilung des Iraks auf konfessioneller Basis umzusetzen.

Die Muslime in Mosul sind auch den bewaffneten Organisationen und sektiererischen Milizen, die vom Westen gesteuert bzw. instrumentalisiert werden, zum Opfer gefallen. So berichten Medien von Massakern an Zivilisten, die durch den IS verübt wurden, und über die Einschüchterung der Bevölkerung und ihrer Verwendung als menschliche Schutzschilder. Die Pressesprecherin des UN-Büros für Menschenrechte erklärte am Freitag, den 21.10.2016: „IS-Kämpfer verschleppten 550 Familien aus den umliegenden Dörfern der irakischen Stadt Mosul und platzierten sie an der Stadtgrenze in der Nähe ihrer Stellungen, vermutlich um sie als menschliche Schutzschilder zu verwenden.“ (Sky News Arabia) Auf der anderen Seite zeigten Videoaufzeichnungen, wie schiitische Milizen und irakische Soldaten Kinder aus Mosul während eines Verhörs massiv folterten und schlugen.

Es ist schon seltsam, dass der Terror von Organisationen zu sehen ist, während der Terror der USA und Russlands nicht gezeigt wird. Ist das, was die USA im Irak seit 2003 begangen haben, und ihre Massaker in Afghanistan, Vietnam, Syrien und anderen Gebieten etwa kein Terror? Ist das, was sie gerade für Mosul vorbereiten, nicht als Terror zu bezeichnen? Ist das brutale russische Bombardement in Syrien - insbesondere in Aleppo, und zwar mit Zustimmung der USA – auch kein Terrorismus? Der Terror wird dort sogar übertroffen!

Ihr muslimischen Armeen!

(In Anlehnung an den Koran:) Beinahe fällt die Erde auseinander, der Himmel scheint zu zerbrechen und die Berge drohen einzustürzen vor dem Entsetzen, das eure Geschwister in Syrien und im Irak erfasst hat. Warum wacht ihr nicht auf? Muslime werden vor euren Augen und mit eurem Wissen getötet - trotzdem rührt ihr keinen Finger! Folgt ihr den Befehlen eurer kriminellen Führer und beteiligt euch so an der Ermordung eurer Geschwister? Setzt ihr die US-Pläne um und erwidert den Ruf eures Herrn nicht? Der Erhabene sagt:

﴿وَإِنِ اسْتَنصَرُوكُمْ فِي الدِّينِ فَعَلَيْكُمُ النَّصْرُ﴾

Doch wenn sie euch um des Glaubens willen um Hilfe bitten, so ist der Beistand eure Pflicht. [8:72]

Wo sind die mutigen Männer, die rufen: „Bei Allah! Niemand terrorisiert muslimische Kinder, während wir am Leben sind!“? Besser ist es für euch, wenn ihr euch aufmacht und euren wehrlosen Brüdern und Schwestern zu Hilfe eilt und die Throne der Tyrannen umstürzt, die euch zu einem bloßen Werkzeug zur Durchführung der US-Pläne machten. Auf deren Ruinen sollt ihr das zweite Rechtgeleitete Kalifat nach dem Plan des Prophetentums errichten und so die erhabene Würde im Dies- und Jenseits erlangen.

﴿مَا لَكُمْ لَا تُقَاتِلُونَ فِي سَبِيلِ اللَّـهِ وَالْمُسْتَضْعَفِينَ مِنَ الرِّجَالِ وَالنِّسَاءِ وَالْوِلْدَانِ الَّذِينَ يَقُولُونَ رَبَّنَا أَخْرِجْنَا مِنْ هَـٰذِهِ الْقَرْيَةِ الظَّالِمِ أَهْلُهَا وَاجْعَل لَّنَا مِن لَّدُنكَ وَلِيًّا وَاجْعَل لَّنَا مِن لَّدُنكَ نَصِيرًا * الَّذِينَ آمَنُوا يُقَاتِلُونَ فِي سَبِيلِ اللَّـهِوَالَّذِينَ كَفَرُوا يُقَاتِلُونَ فِي سَبِيلِ الطَّاغُوتِ فَقَاتِلُوا أَوْلِيَاءَ الشَّيْطَانِإِنَّ كَيْدَ الشَّيْطَانِ كَانَ ضَعِيفًا﴾

Was ist mit euch, dass ihr nicht kämpft auf dem Wege Allahs und für die Unterdrückten unter den Männern, Frauen und Kindern, die sagen: "Unser Herr, bringe uns aus dieser Stadt heraus, deren Bewohner ungerecht sind, und schaffe uns von Dir aus einen Schutzherrn, und schaffe uns von Dir aus einen Helfer!“ Diejenigen, die glauben, kämpfen auf dem Wege Allahs, und diejenigen, die ungläubig sind, kämpfen auf dem Wege des Götzen . So kämpft gegen die Gefolgsleute des Satans! Gewiss, die List des Satans ist kümmerlich. [4:75-76]

Die Frauenabteilung
im Zentralen Medienbüro
von
Hizb-ut-Tahir

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