Sonntag, 01 Rabi' al-thani 1448 | 13/09/2026
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بسم الله الرحمن الرحيم

 

Im Namen Allahs des Erbarmungsvollen des Barmherzigen

Die Teilnahme an den Wahlen ist der erste Schritt in der Politik, den Muslimen ihre Identität zu rauben!

(Übersetzt)

Die Parlamentswahlen in Schweden rücken näher; es verbleibt weniger als ein Monat. Derweil unternehmen verschiedene Parteien erhebliche Anstrengungen, um die Wahlbeteiligung, insbesondere unter den Muslimen, zu erhöhen. Eine intensive Kampagne wurde ins Leben gerufen, an der sich der Staat, seine Medien, Politiker und sogar Moscheen sowie Imame beteiligen, um die Muslime zur Teilnahme an den für den 13. September angesetzten Wahlen zu ermutigen und sie regelrecht dazu zu drängen.

Seit über einem Jahrzehnt verfolgen der schwedische Staat und seine Politiker aus verschiedenen Parteien eine anti-islamische Politik, die darauf abzielt, die Muslime zu assimilieren und ihre islamische Identität auszulöschen. An Freitagen und islamischen Festtagen wurden vor Moscheen Koranexemplare verbrannt – all dies mit der stillschweigenden Billigung und unter dem Schutz des Staates. Gegen islamische Vereine und Schulen wird eine flächendeckende Verfolgungskampagne geführt, die zur Schließung fast aller islamischen Schulen im Land geführt hat. Der schwedische Sicherheitsdienst (Säpo) hat Imame ohne ordentliches Gerichtsverfahren inhaftiert und abgeschoben, während die Sozialbehörden muslimische Kinder aus ihren Familien gerissen haben. Unter dem Deckmantel der Bekämpfung von sogenannter „Ehrkultur“ wurden Gesetze erlassen, die de facto weite Teile des muslimischen Familienlebens kriminalisieren. Gleichzeitig haben die Medien wie auch politische Parteien dazu beigetragen, die Feindseligkeit und Hetze gegen den Islam und die Muslime weiter anzufachen, was sich in physischen Übergriffen und Hassverbrechen gegen Muslime und Moscheen niedergeschlagen hat. Dies ist nicht das Resultat der Politik einer einzelnen Partei, sondern vielmehr der Höhepunkt eines Handlungsmusters, das von verschiedenen Parteien – von rechts bis links – sowohl unter der Tidö-Regierung als auch schon davor betrieben wurde.

Trotz dieser anti-islamischen Politik haben die Muslime ihren dīn nicht aufgegeben. Im Gegenteil: Sie hielten nur noch entschlossener an ihrer islamischen Identität fest und wiesen diese Politik strikt zurück. Genau aus diesem Grund wird heute eine erbitterte Kampagne losgetreten, um die Muslime einzuschüchtern und sie zur Teilnahme an den Wahlen zu treiben – mit dem klaren Ziel, sie in das bestehende politische Leben zu assimilieren. Die Muslime sollen unter dem Druck der Angst um ihre Zukunft und angesichts dessen, was sie erwarten könnte, ihre Identität aufgeben und westliche Werte als jenen Maßstab akzeptieren, dem sie sich zu unterwerfen und in den sie sich zu integrieren haben.

Seit Jahren bedient sich der schwedische Staat der extremen Rechten als politisches Instrument und Schreckgespenst. Er schürt bei den Muslimen die Angst vor dem Aufstieg dieser Bewegung und der Ausweitung ihres Einflusses, damit die Muslime regelrecht dazu getrieben werden, Zuflucht beim Staat zu suchen, um sie sodann durch die Teilnahme an Wahlen und die Akzeptanz des bestehenden Systems zur Zwangsintegration zu drängen. In der Praxis stellt man die Muslime vor ein ultimatives Dilemma: Entweder ihr assimiliert euch und nehmt an diesem System teil, oder das rechtsextreme Monster wird von der Leine gelassen, um euch zu verschlingen!

Im Vorfeld der Wahlen 2022 kam es vor Moscheen wiederholt zu Koranverbrennungen. Inmitten dieser Eskalation tätigten rechte Politiker Aussagen wie: „Verbrennt noch hundert weitere Koranexemplare“ und „Warum sehen wir nicht hundert verletzte Muslime?“. Dieses Klima hat maßgeblich zu Drohungen und Anschlägen auf Moscheen beigetragen. Rechtsextreme Gruppierungen aus dem Kampfsportmilieu marschierten durch die Straßen Stockholms und griffen Muslime physisch an. Muslime sind in Schulen und anderen öffentlichen Räumen zur Zielscheibe von Hassverbrechen geworden. Auch die Partei der Schwedendemokraten spielte im Vorfeld der Wahlen 2026 eine herausragende Rolle bei der Erzeugung dieses Klimas der Angst. Die Partei forderte den Abriss von Moscheen und ließ dem nur wenige Monate vor der Wahl die Veröffentlichung einer Karte aller Moscheen folgen. Zudem rief sie zu einem Kopftuchverbot auf. Der Parteivorsitzende Jimmie Åkesson erklärte, man könne nicht gleichzeitig Muslim und Schwede sein, und jeder, der der Demokratie und den schwedischen Werten nicht den Vorrang vor dem Islam einräume, müsse das Land verlassen. Die Jugendorganisation der Partei verkündete lautstark: „Integriert euch oder kehrt in euer Land zurück.“ Im gleichen Kontext veröffentlicht der für seine islamfeindliche Rhetorik berüchtigte Parlamentsabgeordnete der Schwedendemokraten, Richard Jomshof, kurz vor den Wahlen sein anti-islamisches Buch mit dem Titel „Kafir“. Dies ist ein gezielter Schachzug, um Angst in den Reihen der Muslime zu säen, woraufhin er sich mit der deutlichen Botschaft an sie wendet: „Hört auf, Muslime zu sein.“

Als Resultat dieser Politik fühlen sich die Muslime unter Druck gesetzt, an den Wahlen teilzunehmen und ihre Loyalität gegenüber dem „Schwedischsein“ und der Demokratie unter Beweis zu stellen, um so den Versuch zu unternehmen, ihre Rechte zu verteidigen und ihre Existenz zu schützen. Genau dies ist das Ziel der Assimilationspolitik, an der sich die verschiedenen Parteien beteiligt haben. Seien es die Schwedendemokraten, die Sozialdemokraten oder andere Parteien, das ultimative Ziel bleibt dasselbe: die Muslime zur Teilnahme an den Wahlen zu treiben und ihre Suche nach Lösungen strikt auf den Rahmen des bestehenden Systems zu begrenzen. Auf diese Weise sollen sie in das westliche politische System assimiliert, zu einem Teil des westlichen Projekts gemacht und im Gegenzug dazu gebracht werden, sich vom islamischen Projekt – repräsentiert durch das Kalifat – abzuwenden.

Ihr Muslime!

Der zivilisatorische Konflikt mit dem Islam währt bereits seit vielen Jahrhunderten und verfolgt ein einziges Ziel: den Islam umzuformen, ihn seines politischen Gehalts zu berauben und ihn auf eine rein individuelle, spirituelle Religion zu reduzieren, die von den Angelegenheiten der Gesellschaft und der Herrschaft losgelöst ist. Die Politiker in Schweden werden sich niemals mit den Muslimen zufriedengeben, solange diese am Islam festhalten – erst wenn sie westliche Werte und die westliche Lebensweise übernehmen. Allah (t) sagt:

(وَلَنْ تَرْضَى عَنْكَ الْيَهُودُ وَلا النَّصَارَى حَتَّى تَتَّبِعَ مِلَّتَهُمْ)

Gewiss, weder die Juden noch die Christen werden mit dir zufrieden sein, bis du ihrem Glauben folgst. (2:120)

Die Muslime werden weiterhin in ihrer Identität angegriffen werden, um sie dazu zu zwingen, den Islam aufzugeben oder seine Botschaft zu verfälschen. Allah (t) sagt:

(وَلَا يَزَالُونَ يُقَاتِلُونَكُمْ حَتَّىٰ يَرُدُّوكُمْ عَن دِينِكُمْ إِنِ اسْتَطَاعُوا)

Und sie werden nicht aufhören, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurem dīn abbringen, wenn sie es vermögen. (2:217)

Die Aufgabe der politischen Aspekte des Islam, wie etwa des Kalifats, der Scharia, der Einheit der Umma und ihrer globalen Belange, unterscheidet sich im Prinzip in nichts von der Aufgabe des Gebets, der Moscheen oder des ḥiǧāb; all dies sind integrale Bestandteile des Islam und keine voneinander trennbaren Komponenten. Genau damit sahen sich bereits die Propheten konfrontiert, als ihre Völker versuchten, die von ihnen überbrachte Botschaft abzuändern. Allah (t) sagt, indem Er die Worte der Ungläubigen zitiert:

(ائْتِ بِقُرْآنٍ غَيْرِ هَذَا أَوْ بَدِّلْهُ)

Bringe einen anderen Koran als diesen, oder ändere ihn ab. (10:15)

Daher rührt auch der Beschluss der Regierung von Anfang dieses Jahres, den von ihr sogenannten „politischen Islam“ schärfer zu überwachen, flankiert von Aussagen, die unmissverständlich klarmachen, dass jeder, der schwedischem Recht und schwedischen Werten nicht den Vorrang vor dem Islam einräumt, keinen Platz in Schweden habe. Allah (t) spricht:

(وَقَالَ الَّذِينَ كَفَرُوا لِرُسُلِهِمْ لَنُخْرِجَنَّكُم مِّنْ أَرْضِنَا أَوْ لَتَعُودُنَّ فِي مِلَّتِنَا)

Diejenigen, die ungläubig waren, sagten zu ihren Gesandten: Wir werden euch ganz gewiss aus unserem Land vertreiben, oder aber ihr kehrt in unseren Glauben zurück! (14:13)

Ihr Muslime!

Die westlichen Gesellschaften leiden unter einer tiefgreifenden zivilisatorischen Krise, in der ihre Ideologie und ihre Systeme von innen heraus zerbröckeln. Ihre Bevölkerung hat den Glauben an das System und seine politischen Repräsentanten längst verloren. Gleichzeitig treten die Anführer dieses Systems ihre eigenen Werte mit Füßen, wenn es darum geht, den Islam zu bekämpfen und seinen Vormarsch aufzuhalten. Nie zuvor hatte die Menschheit ein rechtgeleitetes System, das den Menschen wiederaufrichtet und ihm ein würdevolles Leben garantiert, nötiger als heute. Der Islam als Ideologie mit seinem Kalifat und seiner Scharia ist die einzige Antwort und die Rettungsleine der Menschheit. Es ist unsere unumstößliche Pflicht, die Welt dazu aufzurufen, anstatt zu versuchen, das kapitalistisch-demokratische System für sie zu flicken. Denn dieses System hat der Menschheit nichts als Elend gebracht und eine moralische, soziale, wirtschaftliche, spirituelle und politische Krise nach der anderen hervorgebracht.

Stattdessen müssen wir uns an den Islam in seiner Gänze halten – in Glaube und Gesetzgebung, verkörpert im System des Kalifats – und eisern daran festhalten, unsere islamische Identität in all ihren Facetten zu verteidigen, einschließlich ihrer politischen Aspekte, deren Aufgabe die schwedischen Politiker von uns fordern. Es liegt in der Verantwortung der Muslime, ein positives und aktives Element in der Gesellschaft zu sein, indem sie fest an den Werten des Islam festhalten und andere dazu aufrufen – als eine vollkommene Ideologie, die imstande ist, die Probleme der Menschheit und die Krisen, die die Gesellschaften, insbesondere die westlichen, heimsuchen, zu lösen. Ebenso ist es unsere Pflicht, den Islam auf ideologische und intellektuelle Weise zu tragen. Wir müssen den Mut aufbringen, uns der öffentlichen Meinung und der anti-islamischen Politik entgegenzustellen, indem wir uns am öffentlichen Diskurs beteiligen und den Islam mit seiner ganzen intellektuellen Strahlkraft präsentieren. Dies ist unsere wahre Verantwortung, anstatt dem Druck nachzugeben und unter dem Schirm eines Systems, das unserer Überzeugung grundlegend widerspricht, nach illusorischen Lösungen zu suchen.

7. Rabīʿ al-Auwal 1448 n. H.
20. August 2026 n. Chr.
Hizb-ut-Tahrir
Schweden
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